Der Grund warum es kompliziert statt einfach sein muss

Warum einfach wenn es doch kompliziert geht? Die Antwort auf dieses „Warum“ ist mir heute klar geworden: Das „Einfache“ ist einfach extrem schmerzhaft! Von daher kein Wunder warum ich mich vor dem Einfachen verstecke und mich Probleme magisch anziehen. Das Wort „Problem“ kann übrigens auch gern, für den ein oder anderen, mit dem Wort „Drama“ ausgetauscht werden ;-)

Mir ist klar geworden dass ich bestimmte Probleme inszeniere um mich vor den richtig großen Problemen abzulenken. In meiner Arbeit mit mir selbst ist es mir jetzt so oft aufgefallen dass wenn ich „kleine Probleme“ lösen konnte, neue und tiefgreifendere „Probleme“ zu Vorschein kamen und mit tiefgreifenden „Probleme“ meine ich unterdrückte Gefühle, Gefühle dich ich mich aus bestimmten Gründen nicht traue zu fühlen. Ich habe unbewusst eine riesengroße Angst davor und versuche mich ebenso unbewusst von dieser Problematik abzulenken. Und jetzt wo mir das bewusst geworden ist scheinen mir sogar bewusst diese „kleinen Probleme“ erträglicher als dieser große Schmerz, der irgendwo ganz tief in mir lauert. Alles erscheint erträglicher als DIESER Schmerz!

„Vorher standen vor bestimmten Träumen, Zielen oder ganz einfachen menschlichen Bedürfnissen elendig hohe Hürden…“

Doch jetzt bin ich an einen Punkt angekommen an dem ich die Faxen mehr als dicke habe und bereit bin diese zum Himmel schreienden Schmerzen zu spüren. Irgendwie ist es auf einmal irgendwie ok geworden, irgendwie habe ich jetzt den Mut und die Neugierde dafür erlangt. Ich kann allgemein mehr Liebe spüren als vorher und ich habe das Gefühl dass mir diese Liebe unendlich viel Kraft gibt und mich stärkt. Vorher standen vor bestimmten Träumen, Zielen oder ganz einfachen menschlichen Bedürfnissen elendig hohe Hürden und Gründe diese nicht zu erreichen oder zu erhalten. Es war schrecklich! Obwohl ich in der Vergangenheit rede, ist es jedoch noch Realität, jedoch haben sich mein Gefühl und Gedanken dazu sehr positiv geändert, so dass ich ab sofort diese Problemen anders begegnen kann – ein herrliches Gefühl.

Ich habe mich so lange Zeit für Sachen gestresst wo es überhaupt nicht notwendig war, Sachen die total irrelevant für das Leben sind. Zum Beispiel merkte ich jetzt auf der Arbeit dass ich viel zu viel zu tun habe und dass ich aber trotzdem alles schaffen muss. Muss ich das wirklich? Nein, die meisten Sachen waren nicht so wichtig, das Leben ging auch weiter ohne dass diese Dinge bearbeitet wurden und ich bekam deshalb keinen Stress, den Stress habe ich nur mir selbst gemacht.

„Es ist ok dass ich mich gerade selbst unnötig stresse…“

Auch ein ganz wichtiger Punkt um sich von dem Komplizierten zu lösen ist, sich das Komplizierte einzugestehen und ok zu finden. Es ist ok dass ich mich gerade selbst unnötig stresse, denn das lenkt mich von etwas ab was ich momentan noch nicht verkraften kann, weil mir dazu einfach die Energie fehlt. Es ist ok dass ich mich mit scheinbar unaushaltbaren Gefühlen rumschlage und das Gefühl habe daran kaputt zu gehen und als Kompensation oder Flucht davor, mich in viele kleine Probleme stürze die mich daran hindern über die wahren Probleme nachzudenken und die wahren Gefühle zu spüren. Ich empfinde plötzlich tiefes Mitgefühl und Liebe mir und anderen gegenüber denen es ähnlich geht. Ich kann nicht mehr wütend auf andere und mich sein, es ist einfach nur tiefes Verständnis da.

Geht es dir ähnlich? Hast du auch so langsam Kraft Dinge unkomplizierter zu machen? Wenn du magst berichte davon und teile deine Erfahrung mit uns via Kommentar unter diesen Artikel, würde mich sehr freuen :-)

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Foto © Henrik Gerold Vogel / PIXELIO

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