Die ständige Angst nicht alles schaffen zu können endlich beenden

Warum habe ich eigentlich diese dumme Angst? Sie macht für mich so überhaupt keinen Sinn und bringt mich immer wieder auf die Palme. Dieses Gefühl noch eigentlich 1000 Sachen machen zu müssen oder zu wollen und man einfach nie zur Ruhe kommt. Ständig wartet da dieses Gefühl, welches sich ausbreitet sobald man mal „nichts“ macht oder etwas länger im Bett liegen bleibt – „Oh nein, ich muss ja noch das, das und das machen, oi!“.

Auf Arbeit habe ich diese Problematik bereits sehr gut lösen können. Ich fühle mich nicht mehr erschlagen wenn mir klar wird was ich alles an dem Tag bzw. Woche machen muss (und zu dem jeden Tag spontan neue Sachen hinzu kommen). Ich mache einfach das allerwichtigste zuerst und gehe dann mit den Prioritäten runter. Zudem habe ich bei mir auf Arbeit die Möglichkeit zu sagen es ist zu viel Arbeit und ich kann mich sogar aktiv daran beteiligen nach Verstärkung zu suchen, mit dem Ergebnis dass uns jetzt 2 weitere Leute neuerdings im Büro unterstützen. Auch konnte ich durch die Überlastung lernen Dinge auch mal liegen zu lassen und merken dass deswegen nicht die Welt untergeht :D

Was bei mir eher noch das Problem ist, ist das Gefühl des nichts Schaffens in der Freizeit.
Ich möchte sooo viel machen und fühle mich ständig schlecht, weil ich von den ganzen „soooo viel“ nur ein Bruchteil schaffe. Der Tag hat einfach zu wenig Stunden :D

Von Bücher zum Büchertisch bringen, Kleiderschrank ausmisten, mehr Sport machen, mehr longboarden gehen, mehr gesund essen und kochen, Arabisch lernen, mehr lesen, mehr putzen, mein altes Netbook neu aufsetzen, nähen lernen, Co-Counselling machen, The Work machen, mal n guten Film schauen, mehr schreiben bis hin zu einfach mehr in der Natur sein reicht meine Liste was ich alles machen möchte (und noch viel mehr). Da ich bei fast allen Sachen so eingestellt bin „wenn dann richtig“, kann ich irgendwie nicht von jedem ein bisschen machen, sondern ich brauche dann viel Zeit und will mich dann einfach mal 1-2 Stunden da rein knien, zu dem bin ich generell nicht die schnellste ^_^

Da mir auch dieses Gefühl immer mehr auf den Keks geht, genau wie bei dem Gefühl worüber ich im letzten Blogartikel geschrieben habe Das Gefühl nie etwas richtig machen zu können endlich auflösen, bin ich auch hier wieder extrem motiviert dies jetzt endlich zu ändern und ich gehe bei diesem Gedanken auch genauso vor wie im letzten Artikel. Wenn mich also wieder diese Gedanke gefangen nimmt frage ich mich:

„Was würde jemand, der sich selbst liebt tun?“

Jemand der sich selbst liebt würde feststellen dass er bereits einiges bewegt und tut und dass er darauf erst einmal sehr stolz sein kann. Dann würde diese Person nochmal ganz genau die ganzen Punkte anschauen und gucken was ihm wirklich wichtig ist und die 5 wichtigsten Sachen sich raus suchen und schauen wie oft er diese pro Woche oder Monat machen möchte und sich dann dafür Zeiträume nehmen um diese Dinge zu tun. Für weniger wichtige Dinge kann man sich dann 2 bis 4-wöchige Rhythmen festlegen und schwups di wups fühlt sich der Kopf viel leichter an und das ewige Gedankenkarussell kommt auch mal zum Ende.

„Die Wahrheit und das Wissen darüber was mir gut tut steckt ja bereits in mir“

Das Wichtigste ist wirklich mal all seine Gedanken aufzuschreiben und raus zu lassen und dann zu schauen wie man sie sortieren und strukturieren kann. Mit der Frage „Was würde jemand der sich selbst liebt, tun?“ kommt zudem ganz intuitiv die Lösung aus mir heraus, die Wahrheit und das Wissen darüber was mir gut tut steckt ja bereits in mir! Ich muss es nur mit den richtigen Fragen heraus locken :-)

Zudem kann ich noch wärmstens empfehlen parallel dazu The Work von Byron Katie zu machen (mache ich immer), da werden die alt eingefahrenen Gedanken auf den Prüfstand gestellt und es kommt immer heraus dass das, was man glaubt, nie die einzige Wahrheit ist und man die alte Wahrheit überprüfen kann und schauen kann ob man nicht ab jetzt etwas anderes glauben kann. In Kinderjahren haben bestimmte Wahrheiten unser Überleben gesichert, weil wir abhängig waren, aber heute brauchen wir diese alten Wahrheiten nicht mehr und können uns endlich für „neue“ entscheiden.

Erstaunlicherweise habe ich es bis heute nicht geschafft einen Blogartikel über The Work zu schreiben (mhm ein weiterer Punkt auf meine „What I want to do-List“ :D ), sondern nur Artikel in denen ich The Work anwende, hier ein Beispiel wie The Work funktioniert: Wegen ihm kann ich nicht glücklich sein!?

Aber hier ganz kurz was The Work ist:
Eine Aussage oder Glaubenssatz wird mit 3 Fragen hinterfragt (+ weiteren Unterfragen) und im 4. und letzten Schritt umgekehrt, daraus ergibt sich eine neue Sicht und viel Verständnis für sich und andere.

The Work ist für mich das bestes Tool zusammen mit der Frage „Was würde jemand, der sich selbst liebt, tun?“ von Teal Swan. Die Bücher die ich von den beiden gelesen habe, verlinke ich euch hier:

Falls du eins von den beiden Tools kennst oder eins jetzt ausprobieren möchtest, kannst du gern über einen Kommentar mir und anderen Lesern von deinen Erfahrungen berichten. Ich freu mich :-)

Zu diesem Thema „Die Angst nicht alles schaffen zu können“  habe ich bereits „The Work“ gemacht und es sind einige sehr interessante Dinge zum Vorschein gekommen. Meine Ergebnisse dazu findest du hier: Die Angst nicht alles schaffen zu können mit „The Work“ von Byron Katie bearbeiten

Wenn du erfahren möchtest wann ein neuer Blogartikel von mir online kommt, dann trage dich im Newsletter ein und ich gebe dir via E-mail Bescheid :-)

Foto ©  Rainer Sturm / PIXELIO

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Denise
Denise

4 Comments

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  • Hi Denise :)
    Ein schöner Artikel, vor allem in deinen Schilderungen über die Priorisierung bei der Arbeit kann ich aktuell sehr gut nachvollziehen!

    Oft habe ich auch Angst, nicht alles zu schaffen – vor allem wenn man einen Job erst neu begonnen hat.

    Aber ich finde es gibt einem auch echt viel Selbstvertrauen, wenn man merkt, dass man es doch hin bekommt und beim nächsten Mal geht man viel optimistischer an die Sache ran.

    Ich drück dich,
    Monya :)

    • Hi Monya,

      ja gerade bei einem neuen Job will man alles gut machen, da tut dann ein klarer Kopf und Erfolgserlebnisse sehr gut :-)

      Liebe Grüße
      Denise

  • Hey Denise,

    ich habe das Buch von Teal Swan auch gelesen und finde es super. Ich finde ihre Sichtweisen und Tipps generell sehr sehr gut! Der Satz: „Was würde jemand, der sich selbst liebt tun?“ hat mir selber schon oft geholfen, nur leider denke ich nicht so häufig daran wie man eigentlich sollte ^^
    Finde deine Anwendung von dem Satz auf das Stressproblem super :)

    Ganz liebe Grüße
    Marina

    Ps: Ich habe die selbe Uhr wie auf dem Bild :P

    • Hi Marina,

      wow, cool dass du auch Teal Swan kennst, dachte immer dass sie hier in Deutschland mega unbekannt ist, aber seit dem ihr neues Buch auch in Deutsch rausgebracht wurde, muss sie ja auch hier recht bekannt sein.

      Oh man das geht mir auch so, muss mir selbst immer wieder die Frage in Erinnerung rufen, aber spätestens wenn ich mega verzweifelt oder angepisst kommt sie von ganz allein :-)

      Liebe Grüße
      Denise

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