Dinge endlich nicht mehr persönlich nehmen mit der Wenn-Technik

Ärgerst du dich auch oft darüber dass du Dinge immer sehr persönlich nimmst, obwohl du weißt dass du sie nicht persönlich nehmen brauchst? Dann habe ich hier für dich eine Technik, die dir hilft zu verstehen warum man so schwer davon loskommt Dinge so persönlich zu nehmen und wie man es dann endlich schafft sich davon zu lösen.

Ich habe z.B. folgendes Problem:
In meinem Leben gibt es 2 Menschen, bei denen ich besonders große Angst habe dass ich mit meinen Worten oder Verhalten sie verärgere bzw. dass sie sich wegen mir ärgern, weil ich in ihren Augen nicht das Richtige tue oder sage, so wie sie es gern hätten. Mir ist total klar dass ich das nicht persönlich nehmen bräuchte wenn sie wütend „wegen“ mir werden würden, aber es trifft mich doch ungemein und ich habe in der Gegenwart dieser 2 Menschen immer große Angst. Angst was „Falsches“ zu sagen oder zu machen, weil sie sich dann aufregen müssen. Sie sind dann nicht zufrieden und glücklich und ich bin daran Schuld.

Schuldgefühle
Wenn man Dinge persönlich nimmt, dann klopfen sehr gern die Schuldgefühle an die Tür und wollen rein und bei mir kommen sie immer irgendwie rein. Ich fühle mich einfach so schrecklich, ich bin Schuld dass sich jemand jetzt aufregt und wütend ist, ich bin Schuld dass es der anderen Person nicht gut geht. ABER ist das wirklich so? Bin ich wirklich Schuld?

Meine Antwort ist Jein. Ich bin so lange Schuld, so lange ich die Schuld annehme. Sobald ich mich davon distanzieren kann, bin ich auch nicht mehr schuldig – ich ziehe die Schuld dann nicht mehr auf mich. DENN und jetzt kommen wir zu Wenn-Technik, warum nehme ich denn die Dinge so persönlich? Was ist der wahre Grund? Den Einblick hierfür liefert uns die Wenn-Frage:

Wenn das wahr wäre, warum wäre es so schlimm?

Interessanterweise hinterfragen wir Sachen oft nicht, sie sind meist gefühlt einfach in „Stein gemeißelt“. Hier ein Beispiel um die Technik anzuwenden:

Beispiel:
Ich nehme es persönlich wenn jemand wütend wird. Ich denke ich bin Schuld daran.
Wenn das wahr wäre dass du Schuld bist wenn andere wütend sind, warum wäre das so schlimm?
WEIL ich es nicht nicht aushalten kann Schuld zu sein, ich ertrage es nicht, ich fühle mich ganz schrecklich (Die Antwort sollte mit „weil“ anfangen“).

Man erkennt es nicht sofort, aber in der WEIL-Antwort steckt der Fingerzeig zur Lösung: Ich kann das Gefühl nicht ertragen schuld zu sein! Schuldgefühle sind eines der hässlichsten Gefühle, man fühlt sich einfach nur miserabel, klar dass man das nicht fühlen möchte, vor allem wenn man denkt man hätte es nicht verdient.

Die Technik hilft dir dabei den Fokus von der anderen Person auf dich zu lenken, denn du selbst kannst dich ändern und an dir arbeiten, dass wirst du bei der anderen Person (meist) nicht schaffen, bzw. in dem du dein Verhalten änderst, änderst du ja auch andere Menschen ;-)

Wenn ich keine Angst mehr vor Schuldgefühlen haben würde, würde ich mich auch nicht mehr vor diesen 2 Personen fürchten. Welchen Schritt muss ich nun tun Schuldgefühle ertragen zu können?

Die Lösung ist der Weg durch das Gefühl!

Das heißt, ich muss lernen Schuldgefühle auszuhalten. Wenn ich dies schaffe und ich keine Angst mehr davor habe Schuldgefühle zu bekommen, dann gehe ich auch ganz anders mit anderen Menschen um, nicht mehr so vorsichtig und in ständiger Sorge ich könnte jetzt was falsches sagen oder machen, ich verhalte mich ja total verkrampft und bin gar nicht richtig ich selbst.

Wenn ich es schaffe Schuldgefühle auszuhalten und es nicht mehr als etwas mega Schlimmes ansehen, sondern als etwas Normales, dann werden besonders diese 2 Menschen dies (un)bewusst sofort merken und sich auch anders verhalten. Sie werden merken dass ich stärker geworden bin und dass sie ihre Wut/Ärger nicht mehr bei mir abladen können, weil ich nicht mehr für sie in Schuldgefühle bade und leide. Denn nur Menschen die selbst Schuldgefühle nicht aushalten können geben anderen gern Schuld für alles mögliche, um halt die Schuldgefühle nicht spüren zu müssen, sondern andere und da werden natürlich auch vorzugsweise Menschen genommen, die die Schuld auf sich beziehen, die sehr ähnlich ticken. By the way, ich bin auch ein Mensch der gern die Schuld anderen gegeben hat, ich kenne also beide Seiten und jeder trägt beide Seiten in sich, ob er dies wahr haben will oder nicht. Es finden sich also immer mindestens 2 Menschen für solch ein „Spiel“ und du kannst jederzeit entscheiden aus diesem „Spiel“ auszusteigen. Gut „jederzeit“ ist übertrieben, man musst erst einmal sich und andere verstehen und gütig mit sich und anderen sein, denn dann baut man Stärke auf, dann ist man stark genug dafür.

Stark sein bedeutet dann den Mut und die Kraft zu haben durch unangenehme Gefühle durch gehen zu können und sich nicht von diesen Gefühlen einschüchtern zu lassen. Wenn wir Angst haben vor unseren eigenen Gefühlen, dann halten wir uns selbst davor gefangen dass zu tun was uns erfüllt und glücklich macht.

Verstehe dich, verstehe andere, sei gütig und dann wirst du stark sein.

Ein wichtiger Punkt zum Verstehen von sich selbst, ist den inneren Kritiker zu verstehen, der uns ständig Vorwürfe macht warum wir nicht gelassener, zufriedener, sportlicher, freundlicher mit uns selbst sind oder eben rum meckert warum wir alles immer so persönlich nehmen müssen ;-).
Wenn man den eigenen Kritiker versteht und ihm Liebe schenken kann, dann ist man nicht nur liebevoller und gütiger zu sich selbst, sondern auch zu anderen und plötzlich wird viel mehr Zufriedenheit und Liebe in deinem Leben einkehren. Zu dem Thema „Innerer Kritiker“ geht es dann in meinem nächsten Blogartikel.

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Denise
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