Warum Affirmationen nicht bei jedem funktionieren

Bei dem Thema Affirmation gibt es scheinbar immer zwei Lager von Menschen; bei den einen funktionieren sie super und bei den anderen überhaupt nicht. So was wie einen Mittelbereich gibt es irgendwie nicht, entweder es klappt bei einem oder nicht. Doch woran liegt das?

Was Affirmationen sind

Als erstes muss man verstehen, dass Affirmationen keine Wunschgebete sind, die man an das Universum sendet und die dann erfüllt werden. Affirmationen sind in Wirklichkeit kleine Trainingseinheiten um die innere Wahrheit leben zu können., sie dienen dazu das Bauchgefühl und den Verstand zu synchronisieren.

Affirmationen die nur auf geistiger Ebene ausgeführt werden haben null Wirkung. Also wenn du beim Schreiben, Denken oder Aussprechen von Affirmationen diese nicht fühlen kannst, dann werden sie auch nicht „funktionieren“. Doch Vorsicht, genau im Fühlen der Affirmation liegt der Knackpunkt.Ich hatte lange Zeit gedacht ich würde die Affirmation spüren können, doch das war ein Trugschluss. In Wahrheit habe ich über meine Gedanken gefühlt, d.h. ich habe nur die Gedanken über die Affirmation gefühlt und nicht die tiefe Emotion, die diese Affirmation in mir auslöst, das ist ein bedeutender Unterschied.

Als Beispiel: Ich meditiere und sage: „Ich bin ruhig und gelassen“, doch in Wirklichkeit bin ich genau das Gegenteil und es ist nur mein größter Wunsch ruhig und gelassen zu sein.

Was will ich und was ist die Realität?

Ich hatte immer versucht die Ruhe und Gelassenheit zu spüren, sie in mir da da sein zu lassen, sie in mir zu begrüßen, sie durch mich hindurch fließen zu spüren etc., doch vergebens.
Wie sollte ich diesen Zustand erreichen wenn in mir doch das genaue Gegenteil herrschte und zwar große Unruhe und Ärger? Ich wünschte mir diese negativen Gefühle weg, ich wollte sie nicht spüren. Doch der erste Schritt ist es, sich genau dem Gegenteil der Affirmation zu widmen. Ich habe lange Zeit Wut über bestimmte Dinge verdrängt, weil sie von anderen nicht gern gesehen waren oder es aussichtslos erschien das ändern zu können was mich so wütend machte. Erst als ich mich diesen unbequemen Gefühlen öffnete und ihnen endlich einen Raum gab zu sein und zu verstehen, erst dann konnte ich mich Affirmationen und positiven Worten von anderen Menschen wirklich öffnen.

Erst dann merkte ich, dass ich Ruhe und Gelassenheit gar nicht wirklich aushalten konnte, irgendwas nagte an mir, was mich schlecht fühlen ließ ala‘ „Wie kann es mir gut gehen, wenn es doch XY oder anderen schlecht geht?“ Dieser Gedanke wirkt zwar irgendwie sozial, ist es aber überhaupt nicht. Denn nur wenn man sich das Gute erlaubt, erlaubt man es auch allen anderen. Doch das ist oft gar nicht so einfach, vor allem wenn gefühlt es alle anderen bzw. Hauptbeziehungspersonen um einen herum schlecht geht. Das was da an mir genagt hat waren nämlich Schuldgefühle, die mir sagten: „Wenn du dieses Leid verlässt, dann verlierst du auch die Bindung zu der/die Person/en XY und die Bindung ist doch alles was du hast und du machst diese Person/en damit (auch) ganz traurig!“ Das Leid ist oft das Verbindungsstück zwischen Menschen und der ein oder andere kennt gar keine andere Beziehungsbasis.

Affirmationen sind Trainings

Von da an trainierte ich mich mit „Affirmationen“ gute Dinge auszuhalten (bzw. mir von anderen gute Sachen sagen zu lassen) und dabei auch emotional zu verstehen, dass es für mich und andere das Beste ist und ich damit etwas Neues und Schönes aufbaue. Die alten Leidstrukturen aufzugeben ist dabei schmerzhaft, man muss erst einmal das Vertrauen in das Neue gewinnen.

Wenn du eine Affirmation in Übereinstimmung mit deinem Herz und Verstand spüren kannst, dann brauchst du auch keine Affirmation mehr, dann ist der Mangel aus deinem Leben verschwunden und im Außen wird automatisch sich alles nach deiner Bestimmung richten, die du in dir trägst. Das Erleben deiner Bestimmung wird dich glücklich und zufrieden machen. Oftmals wünschen wir uns mit Affirmationen etwas herbei zu zaubern, was wir uns sehnlichst wünschen, doch manchmal sind diese Wünsche nur ein Ersatz von der eigentlichen Bestimmung. Wir haben oft Angst oder Scham wirklich unserem Herzen zu folgen und verlaufen uns lieber gedanklich in Ersatzwelten. Doch sei mutig und stark und folge deinem Herzen.

Werd warm mit deiner Bestimmung :-)

Wenn Menschen oder Gegenstände zu deiner Bestimmung gehören, dann erscheinen sie in deinem Leben egal ob mit Affirmationen oder ohne. Du kannst Affirmationen nur nutzen um dich an deine Bestimmung zu gewöhnen :-)
Falsche Affirmationen gibt es übrigens nicht, du wirst immer merken welche Sätze und Bilder dir wirklich gut tun und welche nur Ersatzwelten sind und dann entscheide einfach.

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Denise
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