Warum man eigentlich nicht sich selbst finden braucht, sondern nur dieses eine Gefühl

Viele reden ja davon sich selbst finden zu wollen und auch ich habe lange Zeit gedacht, dass ich mich selbst finden muss, um überhaupt in meinem Leben voran zu kommen, bis gestern.

Gestern hatte ich einen wirklichen hellen Moment, mir ist, wie man so schön, sagt ein Licht aufgegangen, bling! Mir fiel plötzlich auf, dass ich mich die ganze Zeit als ein total isoliertes Wesen gesehen habe, was halt von allen anderen getrennt ist. Und in genau dieser Sichtweise versuchte ich jahrelang MICH zu finden, aber alles was ich fand war nur Schmerz, der Schmerz allein zu sein, der Schmerz von allen anderen getrennt zu sein.

„ Ich war zu sehr damit beschäftigt zu überlegen was andere über mich denken könnten…“

Mich selbst brauche ich ja gar nicht zu finden, ich bin ja immer da :D Nein, Spaß beiseite. Ich merkte dass ich mich selbst nicht finden brauche, ich bin einfach irgendwie ich – wenn ich alleine bin. Viel mehr fiel mir auf, dass ich, wenn ich unter Menschen bin, mich finden sollte, weil ich da sehr oft das Gefühl habe mich bei anderen Menschen zu verlieren. Damit meine ich, dass ich zu sehr damit beschäftigt bin zu überlegen was andere über mich denken könnten und dann alles „Notwendige“ tue um anderen zu gefallen und dabei finde ich ganz bestimmt nicht mich, sondern ich verliere mich dabei.

Was bedeutet es „getrennt zu sein“?

Wenn ich mich von allem und jedem getrennt sehe, muss ich jederzeit um Aufmerksamkeit, Mitgefühl und Liebe kämpfen, ich muss immer wieder erneut viel nachdenken, planen, kalkulieren, abwägen usw. wie ich das hinbekomme…das hört sich schon beim Lesen mega anstrengend.

ABER

Wenn ich mich mit allen und jeden verbunden fühle, sind Aufmerksamkeit, Mitgefühl und Liebe immer da, jeder trägt dies in sich und die Dinge fließen in die Richtungen wo sie verbunden sind. Alles fließt, so wie das Wasser welches über die Wurzeln in einem Baum gelangt, in jeden Ast, in jeden Zweig, in jedes Blatt was mit dem Baum verbunden ist.
Ich denke negative Strukturen entstehen nur, wenn man getrennt ist. Sobald man sich wieder zugehörig, gewollt und geliebt fühlt, verschwinden auch die negativen Strukturen.
Bei mir löst der Gedanke, dass ich mit jeden und alles verbunden bin, das wir alle eins sind, ein friedliches und glückliches Gefühl aus. Alles scheint so viel freundlicher und alles und jeder wünscht sich nur das Beste. Die Welt wirkt überhaupt nicht mehr düster, sondern hell und sie steckt voller Energie und ganz vielen Potenzialen, die es zu leben gibt – alles ist einfach nur gut und alles Leben darf sein.

Verbunden zu sein heißt aber auch Verantwortung für andere zu übernehmen

Wenn ich verbunden bin mit allen, trage ich auch für alles die Verantwortung mit. Für mich ist das ein positiver Aspekt, denn wenn ich mich mehr verantwortlicher fühle, umso mehr tue ich dann auch und rede mich nicht mit irgendwelchen Ausreden raus. Ich kann mich dann nicht mehr raus reden und wenn doch, dann fühlt es sich total mies an, so lange bis ich die Verantwortung angenommen habe und handle.

Schritt für Schritt zum Wir-Gefühl

Nun ja, aber ich muss zugeben dass das Ganze wirklich leichter gesagt ist, als getan. Gleich heute merkte ich, dass es mir bei bestimmten Menschen sehr schwer fällt mich zugehörig oder eins mit ihnen zu füllen. Diese „bestimmten“ Menschen sind in meinen Augen irgendwie, mhm naja, doof. Ich kann es nicht anders ausdrücken. Für meine jetzigen Verhältnisse einfach sogar zu doof, aber da merk ich auch recht schnell, dass ich gar nicht so blind urteilen möchte. Auch wenn ich in bestimmten Bereichen schon etwas weitsichtiger und „intelligenter“ war, so war ich das ja auch nicht in jedem Bereich und auch ich bin irgendwo in einem Bereich doof.
Ich merkte heute wie schnell ich mich zurück zog und mich von den anderen Menschen distanzierte, alà „Mit denen will ich nichts zu tun haben“. Aber genauso denkt auch oft die andere Seite oder wenn nicht, dann spürt die andere Seite die eigene ablehnende Haltung und letztendlich bringt das keinem was, weil sich jeder dann abgelehnt fühlt.
Vielmehr sollten wir aufeinander zugehen und die anderen, die wir „doof“ finden, so annehmen wie sie sind. Denn wenn wir das schaffen, können wir auch unsere eigene „Doofheit“ annehmen die wir an uns nicht mögen. Wer will schon gern doof sein? Niemand, deswegen schieben wir das ja auch so gern anderen in die Schuhe.

Was für mich „doof“ bedeutet

Falls einer denkt Doofheit hat nur was mit Schulnoten oder dem IQ zu tun: Wir haben so oft das Bewusstsein und Wissen Dinge wahrzunehmen und zu handeln bzw. Dinge zu verändern und wir tun es doch nicht, dass ist auch ziemlich doof und sogar sehr verantwortungslos (da kommen wir wieder auf die Verantwortung zurück). Ganz kurz ausgedrückt:

Wirklich doof ist nur der, der etwas versteht, dementsprechend handeln könnte (im Sinne von“ Etwas Gutes tun) und es doch nicht tut.

2 Seiten: Ich und die „Doofen“ da

Beide Seiten können voneinander lernen und werden schnell merken, dass wir alle ,doch gar nicht so unterschiedlich sind, sondern nur halt anderen Einflüssen unterliegen, welche zum Teil unfreiwillig bestehen und zum Teil ausgesucht sind. Jeder Mensch kann von jedem Menschen etwas lernen. Grenzt du einen Menschen aus, grenzt du auch einen Teil in dir aus. Natürlich gibt es Fälle da ist man hilflos und kann nichts tun, aber das Wichtigste dabei ist, diese Person wenigstens nicht im Herzen auszugrenzen. Ausgrenzung ist für jedes Lebewesen eine Bestrafung und hilft keinen sich positiv zu entwickeln oder zu verändern.

Was denkst du darüber?
Kannst du dir vorstellen eins mit allen Menschen oder gar der ganzen Welt zu sein?
Falls du es dir vorstellen kannst, wie würde sich deine Sicht auf das Leben ändern?
Wenn du magst kannst du deine Gedanken und Meinungen dazu gern in den Kommentaren schreiben. Ich freu mich auf deine Worte :-)

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Denise
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