Warum so viele Menschen „lieber“ weiter leiden

Da war es! Das Schuldgefühl. Es drang in mich hinein und ließ mich elendig fühlen, ich konnte mich nicht mehr über meinen Erfolg freuen. Eben noch erzählte ich freudig über meinen Erfolg, als mich langsam ein mieses Gefühl beschlich und mir fiel auf „Oh, mein Gegenüber hat genau auf diesen Gebiet (noch) kein Erfolg, aber ich habe ihn (bereits)“. Aber warum fühle ich mich deshalb sooo schlecht? Warum geht es mir schlecht wenn es mir besser geht als jemand anderes?

„Da ich mir selbst nicht erlaube dass es mir besser geht als andere, kann ich es auch anderen nicht gönnen…“

Ich merkte dass dieses Schuldgefühl viel schlimmer war als vorher in der Erfolglosigkeit zu stecken. Ich konnte mich der Schuldgefühl-Dynamik zum Glück jedoch recht schnell wieder entziehen, da ich mich von der Person schon vor einiger Zeit distanziert hatte und wir nicht mehr so eng zueinander standen. Ich dachte aber „Hey, was wäre wenn ich ganz eng zu dieser Person stehe würde oder gar zu einer ganzen Gruppe?“ Dann wäre ich (wenn ich zudem sehr unbewusst wäre) in der Dynamik gefangen.
Es ist so: Da ich mir selbst nicht erlaube dass es mir besser geht als andere, kann ich es auch anderen nicht gönnen und bestrafe sie wenn es ihnen doch besser geht. Ziemlich mies, fies und unsinnig aber es war nun mal bis dato nicht zu ändern, ich kann jetzt zum Glück daran arbeiten, weil es mit jetzt endlich komplett bewusst geworden ist.

„Doch wie oft im Leben konnte ich mich lange nicht von solchen Verbindungen lösen und dümpelte vor mich her?“

Ich glaube wir beide haben es uns immer in der Vergangenheit gegenseitig nicht gegönnt und da standen wir auch noch enger zu einander, die Nähe musste beendet werden um genau solche Strukturen noch besser zu verstehen und um die Kraft zu haben daraus zu kommen. Doch wie oft im Leben konnte ich mich lange nicht von solchen Verbindungen lösen und dümpelte vor mich her? Irgendwie will ich darüber gar nicht mehr nachdenken, es gab diese Verbindungen bestimmt zu Genüge, aber ich kann es heute nicht mehr rückgängig machen und ich würde es auch nicht wollen, alles hatte seinen Sinn dafür wo ich heute stehe und verstehe. Was ich ändern kann ist die Zukunft und den jetzigen Moment.

„Doch jetzt gönne ich es mir und ich bin überglücklich…“

Das ich nun endlich auf der „erfolgreichen“ Seite stehe, verstehe ich warum ich bisher mich dort nicht hin traute und auch wie es ist, jemanden zu sehen der erfolgreich ist und dass man ihn dies nicht gönnt, weil ich eben mir es selbst nicht gönnte. Doch jetzt gönne ich es mir und ich bin überglücklich und gönne es jedem anderen Menschen, natürlich zwickts mal hier und da im Magen und ein Hauch von Schuldgefühl will hochkommen, ich lasse es dann auch zu, weiß aber auch dass es aber wieder recht schnell verfliegt und nun die Liebe fließen kann, weil ich mir dann auch selbst verzeihe, dass ich so gedacht und gefühlt habe (auch wenn es alles so lange unbewusst war) und die Liebe hat dann nun mehr Energie und Raum sich zu entfalten und bei jedem weiteren Mal wird die Liebe stärker.

In diesem Sinne: Ich wünsche und gönne es dir dass du deine Talente und Fähigkeiten ausleben kannst und glücklich und erfolgreich damit bist und dass du im Frieden mit dir und deinen Mitmenschen lebst.

Alles Liebe,
Eure Denise

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Foto © Bernd Kasper / PIXELIO

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