Wegen ihm kann ich nicht glücklich sein!?

Bereits kurz nach dem Aufwachen bekam ich heute das Gefühl in seiner Gegenwart nicht so sein zu können, wie ich wirklich bin. Ich hatte das Gefühl er würde mich meist sofort abwerten und ablehnen wenn ich glücklich mein Selbst lebe. Das Gefühl macht mich so fertig, es zieht mir so sehr die Energie, so dass ich denke ich könne deshalb meine Potenziale nicht ausleben (diese Gefühle hatte ich vorher immer eher im Hinterkopf und bereits gefühlt aber noch nie so stark wie heute gespürt). Doch kam ich heute auch auf den Punkt dass ich ihn manchmal glücklich nicht ertrage und er mich damit nervt und ich habe heute ganz klar und stark eine Ablehnung in unserem Gespräch gefühlt, wo er zufrieden und glücklich wirkte, ein klares Zeichen für mich, dass ganze mit „The Work“ von Byron Katie näher zu betrachten.

Wutaussage: Er hemmt mich ich selbst zu sein und damit glücklich zu sein.

1. Ist das wahr, dass er schuld daran ist, dass ich nicht ich selbst und glücklich sein kann?
Nein, kognitiv habe ich bereits eingesehen, dass er nicht schuld daran ist. Ich lebe mein Selbst oftmals nicht aus weil es mir peinlich ist, es ist eine Art Scham die ich habe und um diese Scham zu vermeiden verstelle ich mich, was mir wiederum auch nicht gut tut.

2. Wie reagiere ich darauf wenn ich den Gedanken glaube?
Ich bin abhängig von ihm und wünsche mir ihn momentan ganz weit weg. Ich bin mega wütend. Ich denke dass wenn er weg wäre, meine Probleme auch weg sind (wobei ich bereits auch kognitiv weiß dass das nicht die Wahrheit/Lösung ist).

3. Wer wäre ich ohne diesen Gedanken?
Ich würde nicht auf ihn achten, wie oder was ich mache. Ich würde dann einfach Dinge machen ohne Scham dabei zu spüren. Ich wäre stolz auf dass was und wie ich es mache. Ich würde mich ganz frei fühlen.

4. Drehe die Anfangsaussage um!
Ich hemme ihn er selbst zu sein und damit glücklich zu sein bzw. ich kann seine Glückseligkeit nicht ertragen.

Ja, das stimmt, ich glaube weil ich es so oft nicht hinkriege ich selbst zu sein, kann ich es oft auch anderen bzw. ihm nicht gönnen. Irgendetwas in mir arbeitet dagegen so zu empfinden.

Ich habe bei dem Durchgehen der Fragen schon viel mehr Entspannung im Körper fühlen können (ich war heute mega angespannt) und ich habe ein neues Gefühl und Motivation mich jetzt bewusster in kommende Situationen zu verhalten bzw. versuchen zu fühlen ihm die (Lebens)Freude zu gönnen und ihn noch mehr anzunehmen so wie er ist. Denn was für eine schlimme Reaktion ist es auf einen Menschen mit Ablehnung zu reagieren, der sich einem öffnet und seine Freude zeigt? Wenn ich so rein fühle ist es echt grausam. Es geht jedoch dabei nicht darum dieses Verhalten schlecht zu machen (und sich ja dann wiederum selbst schlecht zu machen) sondern es zu verstehen und anzunehmen dass man so auch sein kann, die Betonung liegt hier auf „kann“. In uns steckt alles: Gut & Böse, Trauer & Freude usw., wenn wir das emotional begriffen haben, erst dann können wir uns wirklich bewusst entscheiden wie wir uns verhalten wollen UND dabei werden der Kopf und das Bauchgefühl überein stimmen! Wenn das nicht der Fall ist, dann ist z.B. der Klassiker, dass man innerlich vor Wut an die Decke gehen könnte aber nach außen hin über-freundlich ist.

Diese Problematik ist sehr verheerend wenn man sie nicht erkennt, weil dadurch sich Menschen gegenseitig „klein“ halten. Wenn also z.B. jemand (chronisch) krank oder immer pessimistisch oder ein „Jammerlappen“ ist, dann trauen sich oftmals Menschen die dieser Person nahe stehen sich nicht in ihrer Nähe zu freuen oder ganz happy von etwas zu erzählen, sie würden sonst so was wie ein schlechtes Gewissen bekommen. Dieses Verhalten ist jedoch kontraproduktiv, denn es verzehrt noch mehr die Realität. Es kann sogar soweit gehen, dass trotz Abwesenheit der Person sich die andere Person nicht mehr traut fröhlich, erfolgreich und selbstbewusst zu sein.

Kennst du das Gefühl dass dein Glück von einer anderen Person abhängt? Wenn ja, probiere doch einfach mal „The Work“ aus und wenn du magst, teile deine Erfahrung in den Kommentaren mit uns – wie du dich nun jetzt fühlst und denkst.

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Foto © Lisa Spreckelmeyer / PIXELIO

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Denise
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