Wie es passieren kann, dass man sich selbst positive Gefühle verbietet

Ich hatte lange geglaubt, dass viele Menschen nur negative Gefühle verdrängen um sie nicht spüren müssen, also, dass man nur etwas verdrängt was schmerzhaft ist. Jedoch habe ich irgendwann festgestellt, dass auch positive Gefühle genauso verdrängt werden bzw. man sich diese selbst verbietet.

Aber warum sollte man positive Gefühle verdrängen oder sie sich selbst verbieten? Sie schmerzen nicht, sondern erfüllen uns, was ist also der Grund dafür?

Man fühlt sich glücklich, erfolgreich, unabhängig, selbstbewusst, mutig oder stolz und badet in einem Meer von Glücksgefühlen bis….bis eine Person daher kommt und einem alles schlecht macht, klein redet, einen für verrückt hält, sich überhaupt nicht mitfreuen kann oder einen weitgehendst ignoriert. Ziemlich fatal ist diese ganze Geschichte, wenn diese eine Person auch noch in einem engen Verhältnis zu einem steht. Man lernt, dass tolle Gefühle nicht erwünscht sind und man sich am Besten genauso miesepetrig und missgünstig zu verhalten hat, denn nur so kann man dieser Person ein Lächeln auf die Lippen zaubern und sie hat uns „lieb“.

Wenn man bereits als Kind schon so aufwächst, ist das eigene Verhalten „vorprogrammiert“. Es kann aber auch später im Jugendlichen- und Erwachsenenalter passieren, wenn man von mind. einer Person abhängig ist, die solch ein Verhalten an den Tag legt, wenn es einem gut geht. Und es kann einen nie wirklich gut gehen, wenn man zudem ständig von der Meinung anderer abhängig ist und sich dadurch immer beeinflussen lässt. Zu diesem Thema aber mehr in diesem Blogartikel Abhängig von Bestätigungen anderer?

Bei diesem ganzen Akt, also man kommt freudestrahlend zu dieser einen Person und diese reagiert ablehnend, entsteht ein schmerzendes Schuldgefühl. Wir merken (unbewusst) dass wir die andere Person triggern und sie sich auf einmal sehr schlecht fühlt, obwohl wir mit sehr freudigen Nachrichten daherkommen. Das heißt, wenn es mir gut geht, dann geht es der anderen Person schlecht – ich bin Schuld, dass es ihr schlecht geht und ergo wenn es mir schlecht geht, geht es der anderen Person gut. Indem ich mich schlecht fühle, kann ich das Herz der anderen Person „gewinnen“. Mit dem Wort „gewinnen“ zeigt sich die Abhängigkeitsstruktur die einem inne wohnt.

Aber warum kann sich die andere Person denn nicht mitfreuen?

Die andere Person kann uns unser Glück einfach nicht gönnen, weil sie es selber nicht schafft glücklich zu sein. Denn: Wer glücklich ist, gönnt auch anderen glücklich zu sein und glücklich kann man auch sein, wenn nicht alles im Leben passt und man nicht alles hat was man sich wünscht. Es ist ein tiefes inneres Gefühl, worum uns die andere Person beneidet und uns lieber den Moment vermiest, statt weiter diese quälende Gefühle auszuhalten, die in dieser Person hochkommen – das Gefühl von „Ich weiß eigentlich nicht wie sich wahres Glück (Liebe) anfühlt und dies macht mich unendlich traurig“.

Im Grunde genommen haben sich eigentlich 2 Richtige getroffen, denn auch der gerade Fröhliche kennt das Gefühl von „Ich weiß eigentlich nicht wie sich wahres Glück/Liebe anfühlt, ich versuche immer allen zu gefallen, erlange dabei aber doch nie aufrichtige Liebe und dies macht mich unendlich traurig“.

Das Einzige was beiden helfen würde wäre, wenn einer von beiden diese Thematik anspricht und beide bereit wären das Thema durchzugehen und durchzufühlen.

Falls du dich in einen von den beiden Seiten in nächster Zeit wieder erkennst, dann teile dies der anderen Person mit und sag, dass du in dieser Struktur nicht mehr leben möchtest. Auch wenn die andere Person im ersten Moment ablehnend darauf reagiert, wird es richtig sein. Richtig für dich und auch für die andere Person, bei einigen braucht es einige Zeit bis das Thema emotional ankommt, sei geduldig. Nur mit der Aussprache und dem Gespräch mit dem Gegenüber ist Veränderung möglich – die Veränderung, endlich positive Gefühle frei und unbeschwert fließen zu lassen, sie zu genießen und sich dafür nicht mehr schlecht zu fühlen oder gar zu schämen.

Hast du auch schon mal bei dir bemerkt wie du positive Gefühle unterdrückt hast?
Wenn du magst, dann teile deine Gedanken und Gefühle in den Kommentaren mit mir und anderen. Es tut gut Dinge auszusprechen, ihnen Raum zu geben und zudem merkt man, dass man nicht der/die Einzige ist dem es so geht und man sogar andere damit inspiriert, indem man sich öffnet.

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Foto © Kasina / PIXELIO

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Denise
Denise

2 Comments

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  • Hallo liebe Denise,

    mal wieder ein toller Beitrag!! Da ich bei dir so gerne mitlese, möchte ich dir de Liebster-Award weiterreichen: http://becrazygohappy.de/liebster-award/

    Ich verbiete mir positive Gefühle, weil ich Angst habe, dass sie mich aufhalten. Z.B. Liebe, weil ich dann die Angst habe, dass der Mensch mich vom Reisen abhält oder allgemein davon, meine Träume zu leben. Ich glaube wir lassen uns da selbst ganz gut programmieren. Nur weil mein Exfreund so war, muss nicht jeder Mann so sein.

    Wird schon alles werden :)

    Fühl dich gedrückt und schreib weiter!
    Monya

  • Hallo liebe Monya,

    viiiielen lieben Dank!!!! Über den Liebster-Award freue ich mich sehr :-)

    Da ich deine Artikel auch so gern lese würde ich dich am liebsten auch nominieren :D aber ich glaub das schließt sich dann aus ;-)

    Ja diese Gedanken kenne ich auch, dass mich bestimmte Menschen davon abhalten dass zu machen was mir Spaß macht und glücklich zu sein, dabei sind es ja meine Gedanken die meine Realität erschaffen. Wenn ich denke andere Menschen bzw. mein Partner engt mich nicht ein und unterstützt mich in allen was ich tue, dann werde ich auch genau so einen Menschen kennenlernen.

    Viele liebe Grüße und fühl dich auch gedrückt!
    Denise

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