Wie schaffe ich es mich selbst besser zu behandeln?

Wie schaffe ich es mich wieder liebevoller zu behandeln und zu lieben? Wo und wie anfangen? Die kleine Geschichte vom verlorenen Teddybären zeigt dir auf wie du dich selbst behandelst und lässt dein Bewusstsein für dieses Thema wachsamer sein.

In meinen letzten Blogartikel „Warum wir uns den schrecklichsten Schmerz selbst antun (und nicht andere)“ blieb es noch offen wie man es praktisch schafft wieder sich und damit auch andere lieben zu können. Hier folgt nun ein möglicher Schritt hin zu mehr Selbstliebe. Weitere Schritte folgen dann in den nächsten Blogartikeln :-)

Der erste Gedanke und Schritt:

Mache dir bewusst das jeder Mensch auf dieser Welt immer genau dass tut wo er denkt dass es ihm dadurch besser gehen könnte. Auch wenn dies falsch ist und aus falschen Gründen geschieht, versucht jeder in seiner Situation das bestmögliche bzw. das best-umsetzbare zu tun um mit seinen Gefühlen und Emotionen umzugehen um nicht daran „kaputt“ zu gehen. So auch du, verurteile dich nicht weiter für Dinge mit denen du momentan einfach nicht „besser“ umgehen kannst. Versuche zu verstehen dass dein (meist unbewusstes) Handeln Gründe hat und du dich damit nur vor weitere Schmerz schützen möchtest, auch wenn es mega kontra produktiv ist.

Beispiel: Du kommst am Wochenende einfach nicht aus dem Bett, möchtest eigentlich noch liegen bleiben aber dein „anderer Teil“ ärgert sich den halben Tag zu verschlafen, nichts zu schaffen, die Verpflichtungen nicht zu schaffen, nicht genug Aktives zu machen was dir gut tun würden.
Sei verständnisvoll zu dir selbst und sehe ein dass ein Teil von dir einfach nur im Bett liegen möchte, sonst nichts. Vielleicht geht es diesem Teil nicht gut und er braucht einfach ein bisschen Ruhe und Zuwendung. Doch stattdessen macht man diesen Teil von sich fertig, betitelt ihn als faul und nichtsnutzig – man macht sich selbst runter. Und das geschieht dann meist 1-3 Stunden in dem man dann länger und wach im Bett liegt und sich ärgert nicht aus dem Bett rauskommen zu können. Würde man stattdessen sich einfach diese 1-3 Stunden gönnen und voll genießen, hat man viel mehr gewonnen, denn das erste Szenario trifft ja eh meistens ein, warum nicht das 2. Szenario?

Dieses Gefühl liegen bleiben zu wollen hat einen Grund und diesen Grund noch fertig zu machen macht es in der Tat nur noch schlimmer. Sei herzlich zu dir selbst und erlaube dir auch mal das zu tun was dein Körper sagt. Sei verständnisvoll und liebevoll zu dir selbst. Ganz ähnlich verhält es sich bei den Verdoppelungen von Gefühlen, z.B. wenn man sich schlecht fühlt, weil man sich schlecht fühlt, also man sich ärgert wenn man sich nicht gut fühlt.

Bildlich könnte man sich dieses Verhalte in etwa so vorstellen:
Ein Kind weint und ist verzweifelt, weil es seinen Lieblingsteddy verloren hat. Weil das Kind so rum jammert und weint, brüllt man das Kind genervt an, man hat kein Bock auf die Gefühle des Kindes einzugehen bzw. es zu trösten, man lehnt es ab weil es ihm schlecht geht.
Behandelst du dich selbst auch so?
Welches Verhalten von der Mutter oder Vater wäre denn richtig?
Einfach nur bei dem Kind zu sein und zu zeigen „Hey, du bist nicht allein, ich bin bei dir und du brauchst dich nicht verloren fühlen mit deinen Gefühlen – ich bin an deiner Seite“.

Wie behandelst du dich selbst? Wie behandelst du dein inneres Kind?
Bist du traurig wie du dich selbst behandelst?

Jeder ist „1 Mensch“ der jedoch aus mehreren Seiten/Persönlichkeiten besteht. Und die 2 größten Seiten sind das „innere Kind“ oder der „emotionale Teil“ und die innere Mutter oder der innere Vater. Die eine Seite tut etwas oder ist gerade einfach so und der andere Teil richtet darüber oder besser gesagt, kann darauf negativ oder positiv reagieren. Heute bist du in der Position zu entscheiden wie die andere Seite, die dir inne wohnt, „richtet“. Ist diese Seite barmherzig, liebevoll und fürsorglich oder kalt, ablehnend und bestrafend.

Wir denken oft die andere Menschen sind so gemein und negativ, dabei vergessen wir, dass wir uns selbst oftmals auch nicht besser behandeln. Wenn wir lernen uns besser zu behandeln, kommen wir auch mit Ablehnungen und Angriffen im Außen besser klar und können diese ohne Schrammen und Wunden meistern. Zudem werden Ablehnungen und Angriffe immer seltener da andere (unbewusst) merken dass sie uns an dieser Stelle nicht mehr triggern/treffen können. Der Reiz für diese Menschen uns zu nerven/niederzumachen/ärgern geht verloren, weil wir mit uns selbst glücklich sind und dass auch nach außen strahlen. Diese Menschen finden dann an einem keine Andockstellen mehr und wenn sie es mit aller Kraft doch versuchen, können wir sie selbstbewusst und souverän in die Schranken weisen und sie auf ihr Verhalten aufmerksam machen und dies in eine Art und Weise dass sogar das negative Gegenüber etwas lernt und mit einer kleinen Einsicht daraus hervor geht.

Wie du merkst wird sich dann nicht nur etwas in deinem Inneren verändern sondern auch in deinem äußeren Umfeld – wie innen so außen.

Wenn du jetzt anfängst zu merken wie du dich für etwas was du tust und bist schlecht behandeln möchtest, dann denk an die Geschichte mit dem Teddy: Wie willst du auf dein inneres Kind reagieren in einem Moment wo es traurig und vielleicht verzweifelt ist? Du wirst merken, mit dem Bewusstsein dafür, kannst du dich endlich entscheiden und deine Gefühle zulassen und dich trotzdem lieben. Du bist dann nicht mehr genervt von dir selbst und wütend dass du nicht so funktionierst wie du dir es vorstellst, sondern du liebst dich bedingungslos egal wie gut oder schlecht du dich gerade fühlst – du kannst einfach so sein wie du bist und es wird immer richtig sein.

Wenn du erfahren möchtest wann ein neuer Blogartikel von mir online kommt, dann trage dich im Newsletter ein und ich gebe dir via E-mail Bescheid :-)

About the author

Denise
Denise

2 Comments

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  • Wow, deine Blogartikel spiegeln genau meine eigene Denkweise wieder :)
    Finde es sehr schön deine Texte zu lesen und zu sehen, dass wir auf einer Wellenlänge sind.
    Ganz ganz liebe Grüße
    Marina

    • Das ging mir auch so als ich deine Artikel gelesen habe und genau meine Themen :-)
      Ganz ganz liebe Grüße auch zurück
      Denise

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